Rasieren mit Seife

 

Ein tägliches Ritual zum Start in einen guten Tag! 

Du brauchst:

Rasierseife im Glas/Dose         -           Rasierpinsel mit Naturhaar         -          Rasiermesser (Klinge alle 4 Wochen auswechseln)

                              kleine Schale (z.B. Müslischale Chromstahl oder Steingut)    -    Waschlappen


Die richtige Anwendung:

Übung macht hier den Meister. Bei Geübten dauert der hier beschriebene Vorgang insgesamt nur 1 bis 2 Minuten.

1. Gesicht waschen

Bereite deine Barthaare auf die Rasur vor und wasche dein Gesicht mit dem Waschlappen und warmem Wasser.

2. Seifenschaum vorbereiten

Den Rasierpinsel mit warmem Wasser sehr gut anfeuchten.

Nun nimmst Du den sehr nassen Rasierpinsel zur Hand und reibst ihn mit kreisförmigen Bewegungen über die Rasierseife. So entsteht ein erster Schaum, der allerdings noch recht flüssig und nicht fest ist. Diesen Schaum gibst Du in deine Schale. Du musst das etwa 2-3 mal wiederholen, bis du genug Schaum hast.

3. Aufschäumen in der Schale

Jetzt bearbeitest Du mit dem Pinsel mit kreisenden Bewegungen den Seifenschaum. Wenn der Schaum fest ist und steif bleibt, kannst Du ihn auf Dein Gesicht auftragen und kurze Zeit später mit der Rasur beginnen. Weiche Seifen schäumen besser, wenn du eine Brise Kochsalz dazu gibst.

4. Tiegel reinigen

Falls du nicht allen Schaum gebraucht hast, kannst du ihr zur Seife zurück leeren und trocknen lassen.

5. Haut desinfizieren und eincremen

Mit kaltem Wasser und Waschlappen abwaschen. Damit sich kleinere Hautverletzungen nicht entzünden und die Haare nicht einwachsen, ist das benutzen eines «Aftershaves» und einer «Feuchtigkeitscreme» oder eines «Aftershave-Balms» wichtig.

Mehr Infos und Geschichte:

Welche Arten von Rasierseife gibt es?

Eigentlich können alle Kernseifen zum Rasieren benutzt werden. Die Rasierseifen haben aber spezielle Entzündungshemmende Inhaltstoffe.

Industriell hergestellte Rasierseifen

Sind sehr hart und enthalten nicht sehr viel rückfettendes Glycerin, schäumen aber sehr gut.

Kalt gesiedete Rasierseife

Weiche Seife ist nicht ganz so fest, mit cremeartigem Schaum. Rückfettend, mit entzündungshemmenden ätherischen Ölen. Z.B. äth. Arvenöl, äth. Lorbeeröl


Die Geschichte der Rasur

Rasierseife stammt aus einer Zeit, in der sich vor allem Adelige rasiert haben. Die Salons der Barbiere waren sehr beliebte Treffpunkte. Der Apotheker siedete Seifen in einem aufwendigen Prozess. Somit war sie sehr teuer. Die Bauern trugen Vollbart oder sie rasierten sich ohne Schaum.

Anfang des 19. Jahrhunderts begann man endlich, Rasierseife für die breite Masse herzustellen. Der Rasierschaum aus der Dose vom Supermarkt, verdrängte die gute Rasierseife.

Mit dem neuen Trend zurück zur Natur, wird die gute alte Rasierseife wieder entdeckt und mit ein wenig Übung bekommen viele naturbewusste Männer, Freude an diesem täglichen Morgenritual.